lines.


Installation
2017

Installation + Performance
2022

Künstlerische Leitung,
Umsetzung und Performance
Inge Gappmaier

Die Installation wurde in Zusammenarbeit mit Robert Läßig und Jonathan Schmidt-Colinet für das Tanzstück dark pool. high potentials. (2015) entwickelt.


lines. ist eine Variation des Bühnenbildes der Tanzperformance dark pool. high potentials. (2015) und auch von – g a t e (2021).

lines. ist ein Dialog zwischen einem Körper und einem filigranen geometrischen Raumkonstrukt, das sich in den gesamten Raum ausdehnt. Die aus elastischen Schnüren bestehende choreografische Installation verschiebt Perspektiven und rückt veränderliche Materialität und körperliche Intelligenz in den Fokus. Wie beeinflussen die Strukturen, die uns umgeben, unser Verständnis von Bewegung und Existenz? Die Performance erkundet das zeitgenössische Selbstverständnis des menschlichen Körpers innerhalb konkreter wie imaginärer Strukturen. Sie reflektiert über die Erscheinungsformen von Logiken und die Möglichkeiten, mit ihnen zu korrespondieren und interagieren.


Ausgehend von der Idee eines Spielfeldes, das von menschlichen Körpern bespielt werden kann, löst sich die Installation lines. als geometrisch geordnete aber auch elastische Struktur vom konkreten Boden ab. Mithilfe der Magnete am Ende der Schnüre, können diese immer wieder neu versetzt und gespannt werden. Bewegt man eine Schnur verändert sich das gesamte Netz.

Spiele, Spielformate, Immersion in fremde, virtuelle Welten ermöglichen das Erleben von Utopien, von Orten in denen die Strukturen des alltäglichen Lebens aufgehoben und neue Regelwerke erprobt werden können. Es sind geschützte Freiräume zum Entdecken neuer Strukturen, Begegnungen, Denkmuster und Zusammenhänge. In einer Zeit, in der physische Kopräsenz in Raum und Zeit nicht mehr zwingend notwendig sind um miteinander zu kommunizieren, führen diese raumzeitlichen Überlagerungen leicht zu Überforderung. Orte und Strukturen mit klar definierten, unveränderlichen Regeln, losgelöst von einer konkretem Raum und Zeit, werden zu Flucht- und Sehnsuchtsorten. Das Menschenmodell des homo oeconomicus, dessen soziales Verhalten auf Spieltheorie basiert, hat sich immer weiter in das Selbstverständnis unserer Gesellschaft eingeschrieben.

lines. lädt dazu ein, sich mit dem eigenen Körper in die Möglichkeitsräume einer konkreten jedoch elastischen Spielstruktur zu begeben und den eigenen Freiraum zwischen regelgebundenem System (game) und formfreier Kreativität (play) zu erkunden und neue Begegnungen und Interaktionen zu ermöglichen. (David Graeber: The utopia of rules, 2015).



2017
Für die Ausstellung BEYOND ONE’S OWN TERRITORY wurde die Konstruktion speziell in den konkreten Raum des Raumschiff Linz eingepasst und mit points. unterstützt.

1. bis 4. April 2022
lines. + Intervention
Hybrid Formats Symposium | Art Space Millstatt

2. Juni 2022
lines.
Choreographische Installation und Performance
Plesni Teater Ljubljana